Alternative Wohnformen – Nachfrage und Bedarf sind groß
Alternative Wohnformen – Nachfrage und Bedarf sind groß

Alternative Wohnformen – Nachfrage und Bedarf sind groß

Bedarf und Nachfrage nach alternativen Wohnformen in Erftstadt sind groß. Ebenso das Interesse an der Gründung einer neuen Wohnungsgenossenschaft, die eben genau dies vorhat. Wir sehen uns in unseren Zielen bestärkt. Dieses positive Fazit ziehen wir nach einer Veranstaltung, in der wir unsere Vorstellungen zur Gründung einer Genossenschaft, erste Bauvorhaben und eine mögliche Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt vorstellten.. Knapp 100 Interessierte waren der Einladung zur Info-Veranstaltung in den Ratssaal im Rathaus in Liblar gefolgt.

Erste Projekte

In der Sitzung stellte Christophe Toulouse einige geplante Projekte vor, so den Umbau eines großen Einfamilienhauses in Erp zu einer Senioren-Wohngemeinschaft und darüberliegenden neu gebauten Wohnungen sowie eine Bebauung an der Landesburg Lechenich an der Schlossstraße. Außerdem kündigte er die Beteiligung des Vereins mit einem passenden Vorschlag am Wettbewerb zur Bebauung des ehemaligen Geländes der Stadtwerke am Michael-Schiffer-Weg in Lechenich an.

Gründung einer Genossenschaft

Kooperieren (von links): Wolfgang Schilling (AWO), Christophe Toulouse (AW) und René Tiemann (Berater Genossenschaften)

Zur Realisierung der diversen Vorhaben streben wir die Gründung einer Genossenschaft an. Wie eine solche Genossenschaft aussehen könnte, erläuterte René Tiemann von der A+T Projekt GmbH. Er favorisierte dabei die Gründung von bewohnerorientierten Genossenschaften, die von den zukünftigen Bewohnern des Projektes gesteuert werden. In dieser Genossenschaftsform sind „die Mieter auch Eigentümer – sie gestalten und profitieren“, sagte er. Wolfgang Schillig (AWO) erläuterte, wie sich die Arbeiterwohlfahrt mit ihrem Angebot in unterschiedlichste Projekte einbringen kann. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, mit dafür zu sorgen, dass Menschen so lange wie möglich selbstständig in ihrem angestammten Wohnumfeld leben können“, so Schilling.

Zukünftige Grundstücksverkäufe an Konzepte binden

Zum Einstieg in die Veranstaltung präsentierte Gerd Schifffer der Leiter des Stadtentwicklungsbetriebes Erftstadt (SEB), einige Daten rund ums Wohnen. Er sprach unter anderem von der älter werdenden Stadtgesellschaft und deren spezifische Anforderungen an das Wohnen. Er machte deutlich, dass die Stadt diese Aufgaben nicht allein lösen könne. Doch die Stadt habe es in der Hand, über die Veräußerung von Wohnbauland klare Vorgaben für dessen Nutzung zum machen. Bei zukünftigen Grundstücksverkäufen werde es deshalb vor allem um die mit dem Erwerb verbundenen Konzepte gehen. Als Beispiel nannte er den jetzt angelaufenen Wettbewerb um die Vergabe der Flächen der Stadtwerke am Michael-Schiffer-Weg, wo die Stadt verschiedene Vorgaben macht, von der Umsetzung eines Mehrgenerationenprojektes bis hin zur Realisierung von Tagespflegeplätzen. 

Großes Interesse

Ein starkes Signal

Wir sehen in der Veranstaltung ein starkes Signal, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und werden nun die Vorbereitungen für die Gründung einer Wohnungsgenossenschaft intensivieren. Der Wunsch nach bezahlbarem, solidarischem und gemeinschaftlich getragenem Wohnen ist in Erftstadt real. Er wird von vielen Menschen geteilt.